Qualitative Medienforschung

Ruth Ayaß/Jörg Bergmann (Hg.)
Qualitative Methoden der Medienforschung

Reinbek 2006

Zusammenfassung

BücherDer Band verfolgt das Ziel, in zwanzig in sich abgeschlossenen Kapiteln einen Überblick zu geben über die wichtigsten qualitativen Verfahren der Medienforschung. Dargestellt werden zum einen die einzelnen Methoden bzw. methodischen Ansätze in ihrer Verfahrenslogik, ihrer konkreten Forschungspraxis und ihren Anwendungsbezügen. Zum anderen werden in eigenen Beiträgen die historischen Hintergründe und theoretischen Grundlagen der qualitativen Methoden erläutert sowie die Bedeutung von Medien im qualitativen Forschungsprozess aufgezeigt.

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Partizipative Forschungsmethoden und ihre konkrete Umsetzung

Petra Flieger
Partizipative [1] Forschungsmethoden und ihre konkrete Umsetzung
Dokumentation der Sommeruni. Kassel:2003

Zusammenfassung

paperIn den 1970er Jahren entwickelte sich innerhalb der Sozialwissenschaften in Deutschland das Konzept der Aktions- bzw. Handlungsforschung. Das Konzept entwickelte sich aus der Kritik an den damals prominenten empirisch-analytischen und quantitativ naturwissenschaftlich orientierten Methoden. Ziel der Aktionsforschung ist es, Theorie und Praxis in ein engeres Verhältnis zueinander bringen und vor allem das Wissen und die Interessen der Betroffenen mehr zu berücksichtigen. In den Beitrag, der aus einer Fortbildung heraus verschriftlicht wurde, wird die Participatory Action Research in den USA geschildert, die Formen und Modelle der Partizipation dargelegt und Schwierigkeiten und Herausforderungen des Konzeptes geschildert. Am Ende des Beitrags wird die Diskussion in der Fortbildung zusammengefasst.
[1] partizipativ bedeutet in diesem Beitrag: unter der Beteiligung von Personen mit Behinderung bzw. unter der Beteiligung von Eltern behinderter Kinder.

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Wenn Ehen älter werden

Maria Steingröver
Wenn Ehen älter werden…
eine Untersuchung über Beziehungen im fortgeschrittenen Lebensalter
Universität Münster, Univ. Diss., 2005

Zusammenfassung

DissertationenWelche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit das gemeinsame Altwerden gemeistert wird? Diese Frage steht im Mittelpunkt der vorliegenden qualitativen Studie. Dazu wurden 25 Rentnerehepaare interviewt. Diese Paare wurden befragt nach ihrer eigenen Sozialisation in Bezug auf Ehe und Familie, ihrer Ehebiographie, ihren Lebensalltag sowie Liebe, Sexualität und Partnerschaft in ihrer Beziehung. Die vorliegende Arbeit analysiert und interpretiert diese Themen im Hinblick auf mögliche Erklärungsmuster für die Langlebigkeit von ehelichen Beziehungen. Abschließend werden die untersuchten Ehen nach charakteristischen Gemeinsamkeiten in Ehetypen zusammengefasst.

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Autobiographische Spuren im Narrativ ausgewählter deutscher Kinder- und Jugendbuchautoren

Heike Kelm
Autobiographische Spuren im Narrativ ausgewählter deutscher Kinder- und Jugendbuchautoren der Kriegs- und Nachkriegsgeneration

Universität Münster, Univ. Diss., 2006

Zusammenfassung

DissertationenIm Rahmen von qualitativer Forschung erfolgt eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Lebens- und Werkbiographien ausgewählter Autorinnen und Autoren der Kinder- und Jugendliteratur. Primär wird der Mensch als Individuum, als Subjekt seines Erlebens erforscht und abgebildet, um im zweiten Schritt zu rekonstruieren, inwieweit sich bestimmte biographische Ereignisse im Narrativ wieder finden. Es geht folglich weniger um interpretative Rückschlüsse von dem Text auf das Leben und die Persönlichkeit der Autoren, sondern vielmehr wird im Rahmen biographischer Forschung durch die Erarbeitung biographischen Hintergrundwissens ein autobiographiebasierter Zugang zum Text intendiert. Daraus resultiert das Anliegen einer interdisziplinären Triangulierung im Sinne einer Authentizität im Umgang mit erzählter wie erlebter Lebensgeschichte. Und dies sowohl im Hinblick auf entwicklungspsychologische Aspekte der Kriegskindheit und –jugend, als auch einer literaturwissenschaftlichen Betrachtungsweise ebendieser.

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Hochschule trotz Migrationshintergrund?

Beate Favero
Hochschule trotz Migrationshintergrund?
Eine qualitative Studie über bildungserfolgreiche MigrantInnen in Deutschland
Pädagogische Hochschule Freiburg, Diplomarbeit, 2010

Zusammenfassung

DiplomarbeitenNationale und internationale Schulleistungsvergleichsstudien weisen immer wieder auf den signifikanten Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland hin. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auch auf Menschen mit Migrationshintergrund, die besonders in höheren Schulformen, in Hochschulen und unter den bereits ausgebildeten AkademikerInnen, unterrepräsentiert sind.
Der Fokus dieser Arbeit, die sich den ressourcenorientierten Ansätzen zurechnet, ist jedoch weniger auf soziale Disparitäten ausgerichtet, sondern darauf, zu erfahren, unter welchen Bedingungen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland dennoch Bildungserfolge vorweisen können.
Den theoretischen Hintergrund dafür stellen sozialwissenschaftliche Konzepte zu möglichen Ressourcen, wobei die Kapitalarten im Sinne Bourdieus, Bildungsaspirationen und Erkenntnisse aus der Resilienzforschung Berücksichtigung finden.
Für die empirische Erkenntnisgewinnung werden die Daten aus den Interviews mit mehreren bildungserfolgreichen Migrantinnen und Migranten unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters herangezogen, die in Deutschland das Schulsystem durchlaufen haben und die sich entweder noch im Studium befinden oder bereits über einen abgeschlossenen Hochschulabschluss verfügen.
Die gewonnenen Daten werden in unterschiedlicher Intensität nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet und die Ergebnisse in einer komparativen Analyse zusammengetragen. Es gilt dabei insbesondere zu erforschen, welchen Faktoren die Befragten in ihrer subjektiven Deutung einen besonderen Einfluss an ihrem Bildungserfolg zuschreiben und in welcher Weise sie trotz bestehender Hindernisse an eine Hochschule gelangt sind.

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Professionelles Handeln von Lehrpersonen im Unterricht mit Schülern und Schülerinnen mit schwerer Behinderung

Ursula Böing
Professionelles Handeln von Lehrpersonen im Unterricht mit Schülern und Schülerinnen mit schwerer Behinderung.
Die “Forschungswerkstatt” als Instrument der Lehrerbildung in arbeitsplatzbezogenen Reflexionsprozessen
Universität Köln, Univ. Diss., 2010

Zusammenfassung

DissertationenDie qualitative Studie fokussiert die professionelle Entwicklung von Lehrpersonen, die schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler unterrichten. Basierend auf Untersuchungen, in denen sich eine defizitäre Bildungsrealität von schwerbehinderten Schülerinnen und Schülern offenbart, nutzt die Studie die Perspektive der handelnden Lehrpersonen, um Erkenntnisse über besondere Handlungsanforderungen im Unterricht mit diesem Personenkreis zu generieren und daraus Folgerungen für die Konzeption von Lehrerfortbildungen abzuleiten. Den theoretischen Zugang bilden einerseits die sozialphänomenologischen Analysen zur Lebenswelt (Schütz, Luckmann). Konkretisiert und ergänzt werden diese Analysen durch strukturtheoretische Forschungen zur Lehrerprofessionalität (Oevermann, Helsper). Für die vorliegende Studie erhellen die Untersuchungen den Zusammenhang von Wissen und Handeln in der alltäglichen Lebenswelt und lassen Rückschlüsse auf die besonderen Bedingungen und Erfordernisse des Handelns von Lehrpersonen in unterrichtspraktischen Situationen zu. Methodisch ist die Studie in zwei Forschungsphasen geteilt: In einer „Forschungswerkstatt“ erörtern Lehrpersonen, die schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler unterrichten, Handlungsanforderungen ihres Unterrichts und entwickeln Handlungsstrategien. Die „Forschungswerkstatt“ ist als Handlungsforschungsprozess (Altrichter) angelegt. In einer zweiten Phase erfolgt die Auswertung der „Forschungswerkstatt“ mittels der qualitativen Inhaltsanalyse (Mayring). Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Lehrerhandeln im Unterricht mit schwerbehinderten Schülerinnen und Schülern in besonderer Weise von Antinomien, Ungewissheiten und widersprüchlichen Strukturen geprägt ist. Das Spannungsverhältnis zwischen Unterricht, Pflege und Therapie, die diagnostische Ungewissheit, die widersprüchlichen Rollenanforderungen und der Umgang mit Heterogenität und Homogenität in Lernsituationen werden in dieser Studie als antinomische Handlungsanforderungen identifiziert. Die Studie belegt, dass diese Antinomien in einem reflexiven arbeitsplatzbezogenen und handlungsbegleitenden Fortbildungsprozess wirksam bearbeitet werden können.

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Philosophischer und psychologischer Zugang zu den Begriffen Behinderung und Erkrankung

Christine Riegler
Philosophischer und psychologischer Zugang zu den Begriffen Behinderung und Erkrankung

Universität Innsbruck, Diplomarbeit, 2004

Zusammenfassung

DiplomarbeitenIn der Arbeit wird der Versuch unternommen, anhand philosophischer Äußerungen die Problematik der Ausgrenzung und Bewertung sog. “normabweichender” menschlicher Existenz darzustellen. Anschließend werden Menschen mit Behinderung zu Wort kommen, um durch ihre “alltagsphilosophischen” Aussagen zum Begriff Behinderung und chronische Erkrankung die angesprochene Thematik zu ergänzen. Die Auswahl der in der Arbeit aufgeführten Philosophen erfolgte nicht systematisch und kann bei weitem nicht als erschöpfend betrachtet werden.  Sie erfolgte vor allem auf Grund folgender Überlegungen: Friedrich Nietzsche hat sich zum Begriff Krankheit dezidiert geäußert, seine eigenen Erfahrungen mit einbeziehend. In der Philosophie des Georg Wilhelm Friedrich Hegel wird der Krankheitsbegriff ebenfalls analysiert. Jean-Paul Sartres Philosophie zum Begriff der Freiheit und Sören Kierkegaards Ausführungen zum Begriff Angst haben die Autorin dazu bewogen, diese mit psychologischen bzw. psychoanalytischen Erklärungsversuchen zu abwehrendem Verhalten allem “nichtnormalen” gegenüber zu vergleichen. Des Weiteren wird Viktor E. Frankl, der Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse, angeführt. Er wirkte zwar als Arzt und Psychotherapeut, kann aber auch als Philosoph bezeichnet werden, denn seine Werke zeichnen ein Bild des Menschen, das weit über gängige psychologisch-anthropologische Modelle hinausführt. Der in der Schweiz lebende und Philosophie betreibende Alexandre Jollien schreibt zum Begriff Behinderung aus der Sicht des Betroffenen. Er wird wiederholt zitiert, da er aus dem Blickwinkel des so genannten “Nicht-Normalen” über die gesellschaftliche Trennung in normal/anormal philosophiert und in seinen Arbeiten auffordert, den Blick auf die “Normalität” zu überdenken. Dirk Lanzerath wird ebenfalls mehrmals angesprochen..

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Freizeit ohne Behinderung?

Nikolaus Mann
Freizeit ohne Behinderung?

Die Bewertung freizeitpädagogischer Ferienangebote für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung durch deren Eltern
Universität Wien, Diplomarbeit, 2006

Zusammenfassung

DiplomarbeitenDas Freizeitverhalten von Kindern und vor allem von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung hängt eng mit Lebensstil und Lebensgewohnheiten der Eltern zusammen. Dies bedeutet, dass Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung mehr noch als Kinder und Jugendliche ohne Behinderung bei der Gestaltung ihrer Freizeit von der Unterstützung ihrer Eltern abhängig sind. Durch einen gewissen Mangel an außerfamiliären bzw. professionellen Unterstützungen bei der Organisation, Gestaltung und Erreichung von Freizeitaktivitäten, sind Eltern oft dazu gezwungen, diese Aufgaben selbst zu übernehmen, auch wenn sie durchaus dazu bereit wären, diese Angelegenheiten abzugeben. Dies bedeutet einen zusätzlichen Zeit-und Arbeitsaufwand für die Eltern, der zeitweise das Maß des Machbaren überschreitet. Für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung heißt die diesbezügliche Abhängigkeit von den Eltern, dass ihre Freizeitgestaltung weitgehend durch Motivation, Geschmack, Organisationstalent und Zeitressourcen der Eltern geprägt ist, auch wenn die Eltern bemüht sind, ihre Kinder in die Auswahl der Freizeitaktivitäten mit einzubeziehen. Aus diesem Grund spielen Eltern geistig behinderter Kinder und Jugendlicher in dieser Diplomarbeit eine zentrale Rolle. Durch den Einbezug von Eltern in Form von qualitativen Interviews soll ihre Bewertung von freizeitpädagogischen Ferienangeboten verdeutlicht und mögliche Ansatzpunkte für Änderungen und Verbesserungen herausgearbeitet werden. Die im Normalfall sehr ausgeprägte Einbindung der Eltern in die Freizeitgestaltung ihrer Kinder mit geistiger Behinderung ermöglicht es, durch Interviews eine guten Einblick in die Freizeitsituation von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung und ihre diesbezügliche Abhängigkeit von den Eltern zu erlangen.

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Soziale Dimensionen der Demenz

Christine Hosp
Soziale Dimensionen der Demenz.
Welches soziale Umfeld brauchen Menschen im mittleren und fortgeschrittenen Stadium der Demenzerkrankung für ihre Lebensqualität in einem Altenwohnheim?
Diplomarbeit, Universität Innsbruck, 2006

Zusammenfassung

DiplomarbeitenDie Arbeit von Christine Hosp richtet sich auf Menschen mit Demenz,  die in einem Altenwohnheim leben. In sie fließen die Erfahrungen der Autorin aus praktischer Arbeit ein. Der Einzug in ein Heim erfolgt meist erst dann, wenn die Angehörigen in der Betreuung zu Hause überfordert sind. Daher bezieht sich die Arbeit nur auf das mittlere und fortgeschrittene Stadium der Erkrankung. Die im Mittelpunkt stehende Fragestellung ist: Welches soziale Umfeld brauchen Menschen im mittleren und fortgeschrittenen Stadium der Demenzerkrankung für ihre Lebensqualität in einem Altenwohnheim? In diesem Zusammenhang werden folgende Hypothesen untersucht: 1. Damit Menschen mit Demenz ihre Lebensqualität und ihren Status aufrechterhalten können, benötigen sie ein soziales Umfeld, in dem versucht wird ihre Verhaltensweisen zu verstehen. 2. Betreuungs- und Pflegepersonen sind der Auffassung, dass der zwischenmenschlichen Begegnung, der Lebensgeschichte des Betroffenen und dem Umfeld einen großen Stellenwert in der Betreuung und Pflege eingeräumt werden muss. 3. Um die nonverbale Sprache der Menschen im fortgeschrittenen Stadium der Demenz zu verstehen, müssen die Betreuungs- und Pflegepersonen über ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen verfügen und vor allem über die Sinnesebene und Körpersprache kommunizieren..

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Die Einverleibung der englischen Mathematikfachsprache mit dem Computer

Thorsten Winkelräth
CALL for mathematics
: eine empirisch qualitative Studie über die Einverleibung der englischen Mathematikfachsprache mit dem Computer
Universität Bochum, Univ. Diss., 2006

Zusammenfassung

DissertationenDas Erlernen einer Fachfremdsprache sollte möglichst nah an der Lebenswirklichkeit der Lerner ausgerichtet sein. Die englische Fachsprache mathematics ist kein statisches Abstraktum außerhalb jeglicher Lernerrealität. Fachsprache lässt sich nicht auf linguistische Einzelphänomene reduzieren, die unreflektiert vom Lerner aufgenommen werden. Sie definiert sich im und durch den Menschen, denn sie wird individuell sprachlich einverleibt und im Kontakt mit den Mitmenschen kontinuierlich verändert. Der fachbezogene Englischunterricht sollte deshalb Lernernähe einlösen, indem er die persönlichen Einverleibungspraktiken der Lerner aufdeckt und individuell fördert. Mathematics wird mit Leben gefüllt und einverleibt, indem sie mit persönlichen Bedeutungen überzogen wird.
Im Rahmen einer qualitativen Studie wird sprachliche Einverleibung von mathematics nachvollzogen und in wie weit der Computer als Sprachlernhilfe der Einverleibungspraxis von Studierenden der Medieninformatik entgegenkommt.

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