Bilder von Behinderung bei RichterInnen

Katharina Angerer
Bilder von Behinderung bei RichterInnen

Eine qualitative Studie zum Heimaufenthaltsgesetz
Universität Innsbruck, Diplomarbeit, 2009

Zusammenfassung

DiplomarbeitenIm Zuge des Heimaufenthaltsgesetzes, das in Österreich seit 2005 in Kraft ist, gab es eine Reihe von Gerichtsverfahren, die sich mit der Einhaltung dieses Gesetzes, das unter anderem die Freiheitsrechte von Menschen mit Behinderung, die in Einrichtungen leben, regelt, befassten. Die RichterInnen, die in diesen Angelegenheiten zu entscheiden haben, werden in ihrer Urteilsbildung auch von ihren Einstellungen zu und ihren Bildern von Behinderung beeinflusst. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie diese Bilder von Behinderung aussehen und in den Einstellungen sichtbar werden.
Der erste Abschnitt der Arbeit bietet einen kurzen Überblick über das Gesetz, um einen Einblick in die Thematik, auf deren Basis die Arbeit entstand, zu geben.
In einem nächsten Schritt wird der wissenschaftliche Diskurs zu Bildern von Behinderung beleuchtet. Die Vorstellung davon, was Behinderung sei, veränderte sich im Lauf der Zeit. Diese Wandel werden in den wissenschaftlichen Disziplinen, die sich mit Behinderung auseinandersetzen, als Paradigmenwechsel gehandelt. Von einer Vorstellung von Behinderung als Krankheit bis zu einem Denken, das Menschen mit Behinderung zugesteht, gleichberechtigte, mit allen Rechten und Pflichten ausgestattete BürgerInnen zu sein, ist es ein langwieriger Prozess. Inwiefern dieser in den Einstellungen der befragten RichterInnen bereits vollzogen ist, soll in dieser Arbeit geklärt werden.
Den zweiten Teil stellt die empirische Untersuchung, in deren Rahmen qualitative Interviews mit RichterInnen an Bezirksgerichten geführt wurden, dar.

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