Natur und Politik der Biolebensmittelwahl

Stephan Lorenz
Natur und Politik der Biolebensmittelwahl
– Kulturelle Orientierungen im Konsumalltag
Universität Jena, Univ. Diss., 2005

Zusammenfassung

DissertationenMethodisch verschränkt die Untersuchung komplementär Grounded Theory und Objektive Hermeneutik. Diese fallrekonstruktiven Methoden werden außerdem mit typisierenden Verfahren kombiniert. Dies ermöglicht die methodische Entwicklung einer Generalisierungsmatrix, einer sehr komplexen Typologiebildung mit hohem strukturgeneralisierendem Potenzial. Die Studie setzt zwei besondere Anliegen um: Einmal die methodische Rückbindung von empirischen Details und gesellschaftstheoretischen Überblicksperspektiven, zum anderen die grundlagentheoretischer Forschung mit der praxisorientierten Fragestellung nach kulturellen Grundlagen eines nachhaltigen Reformprojekts. Unterstützen KonsumentInnen durch gesteigerten Biokonsum eine ‘Agrarwende’? Warum kaufen sie Biolebensmittel? Die Untersuchung rekonstruiert Orientierungsmuster der Biolebensmittelwahl. Sie werden typologisiert mit Blick auf ihre Natur- und Politikvorstellungen sowie den Umgang der KonsumentInnen mit unsicheren Entscheidungsanforderungen. Erwartungen an eine ‘Politik mit dem Einkaufswagen’ sind nur begrenzt gerechtfertigt. Denn in der Problemlösung Biokonsum finden sich zugleich Orientierungsmuster wieder, die überwunden werden sollen.

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